Besuch

Museum Judengasse
Battonnstrasse 47
60311 Frankfurt am Main
Auf Google Maps anzeigen

U 4, U 5 (Haltestelle Konstablerwache)
Tram 11, 12 (Haltestelle Battonnstrasse)
Fahrplanauskunft

Mogeschlossen
Di10 – 20 Uhr
Mi – So10 – 18 Uhr


Am 21. September (Rosch ha-Schana) und 30. September (Jom Kippur) ist das Museum Judengasse für Besucher*innen geschlossen.

Jüdisches Museum

Das Museum Judengasse ist einer von zwei Standorten des Jüdischen Museums Frankfurt
Zur Website des Museums

Erwachsene6 €
Ermäßigt3 €
Kinder/Jugendliche unter 18 Jahrenfrei
Audioguide2 €
Frankfurt-Pass/Kulturpass1 €

Freier Eintritt am letzten Samstag im Monat („Satourday“)

Weitere Preisregelungen finden Sie in dieser Übersicht: 
Preisregelung (PDF)  

Museum

Judengasse

Im Jahr 1460 beschließt der Frankfurter Stadtrat, die jüdische Bevölkerung in einem eigenen Bezirk anzusiedeln. Zunächst leben nur wenige Familien in der schmalen Gasse entlang der alten Stadtmauer. Im 17. Jahrhundert aber wohnen hier etwa 3000 Menschen. Die Frankfurter Judengasse entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Zentren jüdischen Lebens in Europa. 

Weitere Informationen

Eine kurze Einführung in das Museum nimmt der Trailer auf dieser Website vor. Ausführliche Informationen zur Geschichte der Judengasse finden Sie in der Datenbank. Den Multimediaguide können Sie sich als App im AppStore und bei GooglePlay herunterladen.

Über das Museum

Als die Stadt Frankfurt 1987 ein neues Gebäude für die Stadtwerke errichten will, stößt man auf Fundamente von Häusern der Judengasse. Nach öffentlichen Kontroversen wird mit einem Teil der Funde ein Museum eingerichtet. Dieses Museum hat nun neue Gestalt angenommen. Der Eingang wurde an die Battonnstraße verlegt und betont den Zusammenhang mit anderen historischen Aspekten des Ortes: der Deportation und Vernichtung der Frankfurter Juden, der Börneplatzsynagoge und dem alten jüdischen Friedhof.

Die Ausstellung im Museum Judengasse eröffnet verschiedene Perspektiven auf jüdisches Alltagsleben in der Frühen Neuzeit. Inmitten von Ruinen bringt sie Objekte zum Sprechen, die einst vor Ort gefertigt oder genutzt wurden. Im Fokus stehen dabei die vielfältigen Beziehungen, die die Einwohner der Judengasse mit den christlichen Bewohnern der Stadt, dem Frankfurter Rat und Kaiser unterhielten, sowie die Literatur und Musik, die vor Ort entstand, gelesen oder gedruckt wurde.

Das Museum Judengasse hat einen barrierefreien Zugang und bietet Sehbehinderten eine eigene Audioführung durch die Ausstellung an. Ein Parcours mit interaktiven Stationen und ein eigener Katalog laden Kinder zu detektivischen Streifzügen durch die Ruinen ein. Regelmäßig finden Familienführungen statt. Auch Geburtstagsfeiern können gebucht werden. Für Schulklassen bietet das Pädagogische Zentrum des Jüdischen Museums vertiefende Workshops an.

Blick ins Museum

Katalog

DIE FRANKFURTER JUDENGASSE
Geschichte, Politik, Kultur Hrsg.
von Fritz Backhaus, Raphael Gross 
Sabine Kößling und Mirjam Wenzel.
München: C.H. Beck Verlag, 2016. 
232 Seiten, zahlreiche Abbildungen
Download Vorwort (PDF)

Programm

Neun Stunden verbrachten die Kinder jeden Tag in der Schule. Im Morgengrauen klopfte der Gemeindediener an die Türen und rief zum Gottesdienst. An Purim  wurde getanzt, getrunken und verkleidet Spott getrieben: diese und viele andere Geschichten aus dem Alltag erwarten Kinder und Erwachsene im neuen Museum Judengasse.

 

Über 2000 Grabsteine finden sich heute noch auf dem Jüdischen Friedhof an der Battonnstraße:  Einer der bedeutendsten jüdischen Friedhöfe in Europa und eines der ältesten Denkmäler Frankfurter Kulturgeschichte. Warum er auch heute noch von Juden aus aller Welt aufgesucht wird, ist ebenso Thema der Führung wie die Bestattungsbräuche und die rätselhaften Bilder auf den Grabsteinen.

 

Hinter den Mauern der Judengasse entwickelte sich eines der Zentren jüdischen Lebens in Europa. Wertvolle Objekte erschließen neue und spannende Einblicke in Literatur, Musik  und eine reiche Bilderwelt. In der Führung wird insbesondere sichtbar, wie überraschend eng die Beziehungen zwischen Juden und Christen im Frankfurt der Frühen Neuzeit waren.

 

Östlich des Museums Judengasse liegt zwischen Battonnstraße und Börneplatz der älteste erhaltene jüdische Friedhof Frankfurts, dessen frühester Grabstein von 1272 datiert. Bis 1828 bestatteten die Frankfurter Juden hier ihre Toten. Nach der systematischen Zerstörung durch die nationalsozialistische Stadtverwaltung blieben von den rund 6.500 Grabsteinen noch etwa 2.500 an Ort und Stelle erhalten, außerdem Tausende von Bruchstücken.

Michael Lenarz, stellvertretender Direktor des Jüdischen Museums, führt mit der Taschenlampe über die Begräbnisstätte. Dabei lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jüdische Bestattungstraditionen kennen und erfahren, was es mit den Bildern auf den Grabsteinen auf sich hat.

Eintritt: 5 EUR, ermäßigt: 2,50 EUR

 

Neun Stunden verbrachten die Kinder jeden Tag in der Schule. Im Morgengrauen klopfte der Gemeindediener an die Türen und rief zum Gottesdienst. An Purim  wurde getanzt, getrunken und verkleidet Spott getrieben: diese und viele andere Geschichten aus dem Alltag erwarten Kinder und Erwachsene im neuen Museum Judengasse.

 

Sie möchten gerne eine exklusive Führung durch das Museum Judengasse oder über den alten jüdischen Friedhof erhalten?

Dann melden Sie sich bitte in unserem Pädagogischen Zentrum unter Tel. 069–212 74237 oder per E-Mail: pz-ffm(at)stadt-frankfurt.de

Kosten: Führung Gruppen (Pauschal zuzüglich Eintritt): 50 Euro
Kosten: Führung Schüler (Pro Person inkl. Eintritt): 3 Euro

Bitte melden Sie sich mindestens zwei Wochen vor dem geplanten Termin. 

Im Januar 1616 konnten die Frankfurter Juden unter dem Schutz kaiserlicher Truppen in die Judengasse zurückkehren. Zwei Jahre zuvor waren sie aus der Stadt vertrieben worden. Seitdem erinnerte die Gemeinde jedes Jahr an ihre Bedrohung und Rettung im Vinz-Purim-Fest.

In der diesjährigen LernNacht anlässlich des 9. November 1938 analysiert der Historiker Wolfgang Treue die Ereignisse des Fettmilch-Aufstands. Er zeigt dabei vor allem die Handlungsmöglichkeiten der Frankfurter Juden in den jahrelangen Konflikten auf, die der Vertreibung vorangingen. Die Musikwissenschaftlerin und Judaistin Diana Matut präsentiert, begleitet von einem Lautenspieler, mit Gesang und ausführlichen Erläuterungen das Vinz-Hans-Lied, ein einzigartiges Zeugnis, das die Ereignisse in über 100 Strophen aus jüdischer Sicht schildert.

Eintritt: 5 EUR, ermäßigt: 2,50 EUR

 

Anlässlich des 100. Jahrestages der Balfour-Erklärung vergleicht Johannes Becke, Juniorprofessor für Israel- und Nahoststudien an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, die zionistische Bewegung mit anderen Staatsgründungs-Initiativen in der Region. Während die Balfour-Erklärung dem jüdischen Volk eine „nationale Heimstätte“ im Land Israel / Palästina zusicherte, stellte der Vertrag von Sèvres (1920) ein autonomes Kurdistan in Aussicht. Mit dem Aufstieg des arabischen und türkischen Nationalismus wurden alle Minderheiten-Staaten mit Ausnahme Israels zerschlagen. Der Zerfallsprozess vieler arabischer Nationalstaaten bringt die Minderheitenfrage der Region in großer Dringlichkeit zurück.

Eine Kooperation mit der Jüdischen Volkshochschule. Eintritt: 5 EUR, ermäßigt: 2,50 EUR

 

Der renommierte Journalist Dietmar Ossenberg spricht über die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den arabischen Staaten seit dem Beginn des „Arabischen Frühlings“ und dessen Auswirkungen auf Israel.

Dietmar Ossenberg war von 1979 bis 2015 für das ZDF tätig. Er leitete das Magazin „auslandsjournal“, war während des Zweiten Golfkrieges Reporter und leitete das Sendestudio des ZDF in Kairo. Er war Leiter der Hauptredaktion Außenpolitik im ZDF und präsentierte bei aktuellen Ereignissen die Sondersendung ZDF spezial. 2015 erhielt Ossenberg den Grimme-Preis für herausragende Leistungen als Auslandskorrespondent.

Eine Veranstaltung der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums e.V.

Eintritt frei

 

„Wir leben in einer Zeit, die eine Epoche der Kulturkeime einzuleiten scheint. Wir sehen die nationalen Gruppen sich um neue Fahnen scharen.“ Mit diesen Worten beginnt der 1900 erschienene Text „Jüdische Renaissance“ von Martin Buber. Der Titel wurde zum Leitbegriff für die kulturelle Blüte jüdischen Lebens
in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg. Die Gottesdienste von Rabbiner Nehemias Anton Nobel in der Westendsynagoge und das Freie Jüdische Lehrhaus von Franz Rosenzweig, an dem neben anderen auch Martin Buber lehrte, galten als Epizentren eines jüdisch-intellektuellen Aufbruchs, der zugleich das kulturelle Wiederbeleben jüdischer Traditionen im Sinn hatte. Was kennzeichnete die „Jüdische Renaissance“ der damaligen Zeit? Und inwieweit können wir uns heute auf sie beziehen? Über diese und andere Fragen unterhält sich Rabbinerin Elisa Klapheck mit dem Religionswissenschaftler und Judaisten Christian Wiese und der Direktorin des Jüdischen Museums Mirjam Wenzel.

Eintritt frei

 

Die aus einer zionistischen Großfamilie in Berlin gebürtige Lotte Cohn (1893 – 1983) gehörte zu den Architekturpionierinnen im 20. Jahrhundert. 1921 wanderte sie als erste Frau ihrer Profession in das damalige britische Mandatsgebiet Palästina ein und war ein halbes Jahrhundert lang maßgeblich am Aufbau des Landes Israel beteiligt. Ihr architektonisches OEuvre umfasst über 100 Bauten und Projekte, die zum Großteil erhalten sind.

Ines Sonder ist Kunsthistorikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam.

Eine Kooperation mit dem Deutschen Architekturmuseum im Begleitprogramm der Ausstellung „FRAU_ARCHITEKT – Seit über 100 Jahren: Frauen im Architekturberuf“

Eintritt: 5 EUR, ermäßigt: 2,50 EUR

 

In der Judengasse gab es viele unterschiedliche Berufe. In unserem Workshop erforschst Du selbst, was die Bewohner damals gearbeitet haben. Du schlüpfst in die Rolle eines Gewürzhändlers und gestaltest Dein eigenes Duftsäckchen.

Infos und Anmeldung per E-Mail an kinder.jmf(at)stadt-frankfurt.de oder telefonisch bei Manfred Levy, Tel.: 069-212 70726 oder Tel.: 069-212 74237. Kosten: 6 EUR inkl. Eintritt und Material

 

An Chanukka, dem Lichterfest, feiern Juden in der ganzen Welt das große Wunder um das kleine Kännchen Öl im Tempel von Jerusalem. Bringe Deine Fantasie ins Spiel, gestalte Deinen Leuchter und erlebe spannende Spiele mit dem Dreidel.

Infos und Anmeldung per E-Mail an kinder.jmf(at)stadt-frankfurt.de oder telefonisch bei Manfred Levy, Tel.: 069-212 70726 oder Tel.: 069-212 74237. Kosten: 6 EUR inkl. Eintritt und Material

 

Sie möchten Ihren Kindergeburtstag im Museum Judengasse feiern?

Wir bieten Ihnen ein besonderes Programm an.

Bitte melden Sie sich bei Manfred Levy, Tel. 069/212-70726 oder 069/ 212-74237 sowie per E-Mail kinder.jmf(at)stadt-frankfurt.de 

Kontakt

JÜDISCHES MUSEUM FRANKFURT

Telefon: +49 (0)69 212 35000
Fax: +49 (0)69 212 30705    

info[at]juedischesmuseum.de
www.juedisches museum.de

DR. MIRJAM WENZEL
Direktorin des Jüdischen Museums
Telefon: +49 (0)69 212 38805

FRITZ BACKHAUS
Stellvertretender Direktor,
Ausstellungen, Veranstaltungen
Telefon: +49 (0)69 212 38804
fritz.backhaus(at)stadt-frankfurt.de

MICHAEL LENARZ
Stellvertretender Direktor,
Abteilung Dokumentation
Telefon: +49 (0)69 212 38546
michael.lenarz(at)stadt-frankfurt.de

DANIELA UNGER 
Büro der Direktion / Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)69 212 38805 
daniela.unger(at)stadt-frankfurt.de

CHRISTINE WERN
Geschäftsstelle der Gesellschaft der
Freunde und Förderer des Jüdischen
Museums e.V.
Telefon: +49 (0)69 212 34856
wern(at)juedischesmuseum.de
christine.wern(at)stadt-frankfurt.de

Presse

Presseinformation und Bildmaterial
zur Eröffnung des Museums
Download:
press material (ZIP - 70 MB)

Blick ins Museum Judengasse. Foto: Norbert Miguletz. CC-BY
Blick ins Museum Judengasse. Foto: Norbert Miguletz. CC-BY



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