Besuch

Museum Judengasse
Battonnstraße 47
60311 Frankfurt am Main
Auf Google Maps anzeigen

U 4, U 5 (Haltestelle Konstablerwache)
Tram 11, 12 (Haltestelle Börneplatz),
Tram 18 (Haltestelle Börneplatz / Stoltzestraße)
Fahrplanauskunft

Mogeschlossen
Di10 – 20 Uhr
Mi – So10 – 18 Uhr

Jüdisches Museum

Das Museum Judengasse ist einer von zwei Standorten des Jüdischen Museums Frankfurt
Zur Website des Museums

Erwachsene6 €
Ermäßigt3 €
Kinder/Jugendliche unter 18 Jahrenfrei
Audioguide2 €
Frankfurt-Pass/Kulturpass1 €

Freier Eintritt am letzten Samstag im Monat („Satourday“)

Weitere Preisregelungen finden Sie in dieser Übersicht: 
Preisregelung (PDF)  

Museum

Judengasse

Im Jahr 1460 beschließt der Frankfurter Stadtrat, die jüdische Bevölkerung in einem eigenen Bezirk anzusiedeln. Zunächst leben nur wenige Familien in der schmalen Gasse entlang der alten Stadtmauer. Im 17. Jahrhundert aber wohnen hier etwa 3000 Menschen. Die Frankfurter Judengasse entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Zentren jüdischen Lebens in Europa. 

Weitere Informationen

Eine kurze Einführung in das Museum nimmt der Trailer auf dieser Website vor. Ausführliche Informationen zur Geschichte der Judengasse finden Sie in der Datenbank. Den Multimediaguide können Sie sich als App im AppStore und bei GooglePlay herunterladen.

Über das Museum

Als die Stadt Frankfurt 1987 ein neues Gebäude für die Stadtwerke errichten will, stößt man auf Fundamente von Häusern der Judengasse. Nach öffentlichen Kontroversen wird mit einem Teil der Funde ein Museum eingerichtet. Dieses Museum hat nun neue Gestalt angenommen. Der Eingang wurde an die Battonnstraße verlegt und betont den Zusammenhang mit anderen historischen Aspekten des Ortes: der Deportation und Vernichtung der Frankfurter Juden, der Börneplatzsynagoge und dem alten jüdischen Friedhof.

Die Ausstellung im Museum Judengasse eröffnet verschiedene Perspektiven auf jüdisches Alltagsleben in der Frühen Neuzeit. Inmitten von Ruinen bringt sie Objekte zum Sprechen, die einst vor Ort gefertigt oder genutzt wurden. Im Fokus stehen dabei die vielfältigen Beziehungen, die die Einwohner der Judengasse mit den christlichen Bewohnern der Stadt, dem Frankfurter Rat und Kaiser unterhielten, sowie die Literatur und Musik, die vor Ort entstand, gelesen oder gedruckt wurde.

Das Museum Judengasse hat einen barrierefreien Zugang und bietet Sehbehinderten eine eigene Audioführung durch die Ausstellung an. Ein Parcours mit interaktiven Stationen und ein eigener Katalog laden Kinder zu detektivischen Streifzügen durch die Ruinen ein. Regelmäßig finden Familienführungen statt. Auch Geburtstagsfeiern können gebucht werden. Für Schulklassen bietet das Pädagogische Zentrum des Jüdischen Museums vertiefende Workshops an.

Blick ins Museum

Katalog

DIE FRANKFURTER JUDENGASSE
Geschichte, Politik, Kultur Hrsg.
von Fritz Backhaus, Raphael Gross 
Sabine Kößling und Mirjam Wenzel.
München: C.H. Beck Verlag, 2016. 
232 Seiten, zahlreiche Abbildungen
Download Vorwort (PDF)

Programm

Hinter den Mauern der Judengasse entwickelte sich eines der Zentren jüdischen Lebens in Europa. Wertvolle Objekte erschließen neue und spannende Einblicke in Literatur, Musik  und eine reiche Bilderwelt. In der Führung wird insbesondere sichtbar, wie überraschend eng die Beziehungen zwischen Juden und Christen im Frankfurt der Frühen Neuzeit waren.

 

Hinter den Mauern der Judengasse entwickelte sich eines der Zentren jüdischen Lebens in Europa. Wertvolle Objekte erschließen neue und spannende Einblicke in Literatur, Musik  und eine reiche Bilderwelt. In der Führung wird insbesondere sichtbar, wie überraschend eng die Beziehungen zwischen Juden und Christen im Frankfurt der Frühen Neuzeit waren.

 

Ein prächtiger Gewürzturm und ein Beschneidungsmesser in der Dauerausstellung im Museum Judengasse sind eng mit der Familiengeschichte von Anna Seghers verbunden. Sie wurde 1900 als Netty Reiling in eine Familie von Antiquitätenhändlern in Mainz geboren. Michael Lenarz, stellvertretender Direktor des Jüdischen Museums, zeichnet den Weg der Objekte in die Sammlung des Jüdischen Museums nach. Dabei beleuchtet er die Familiengeschichte von Anna Seghers mit besonderem Blick auf die Beziehungen nach Frankfurt.

Anschließend führt Kuratorin Sabine Kößling durch das Museum Judengasse. Sie stellt Objekte vor, die die Verbundenheit der Frankfurter Juden mit ihrer Stadt erkennen lassen. Sie erzählt von jüdischen Antiquitätenhändlern, vom nationalsozialistischen Kunstraub und von den Schwierigkeiten beim Ankauf von Objekten aus dem Kunsthandel in der Nachkriegszeit.

In Kooperation mit der Anna-Seghers-Gesellschaft Berlin und Mainz e.V. im Rahmen von "Frankfurt liest ein Buch"

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt: 2,50 Euro

 

Hinter den Mauern der Judengasse entwickelte sich eines der Zentren jüdischen Lebens in Europa. Wertvolle Objekte erschließen neue und spannende Einblicke in Literatur, Musik  und eine reiche Bilderwelt. In der Führung wird insbesondere sichtbar, wie überraschend eng die Beziehungen zwischen Juden und Christen im Frankfurt der Frühen Neuzeit waren.

 

Über 2000 Grabsteine finden sich heute noch auf dem Jüdischen Friedhof an der Battonnstraße:  Einer der bedeutendsten jüdischen Friedhöfe in Europa und eines der ältesten Denkmäler Frankfurter Kulturgeschichte. Warum er auch heute noch von Juden aus aller Welt aufgesucht wird, ist ebenso Thema der Führung wie die Bestattungsbräuche und die rätselhaften Bilder auf den Grabsteinen.

 

Hinter den Mauern der Judengasse entwickelte sich eines der Zentren jüdischen Lebens in Europa. Wertvolle Objekte erschließen neue und spannende Einblicke in Literatur, Musik  und eine reiche Bilderwelt. In der Führung wird insbesondere sichtbar, wie überraschend eng die Beziehungen zwischen Juden und Christen im Frankfurt der Frühen Neuzeit waren.

 

Hinter den Mauern der Judengasse entwickelte sich eines der Zentren jüdischen Lebens in Europa. Wertvolle Objekte erschließen neue und spannende Einblicke in Literatur, Musik  und eine reiche Bilderwelt. In der Führung wird insbesondere sichtbar, wie überraschend eng die Beziehungen zwischen Juden und Christen im Frankfurt der Frühen Neuzeit waren.

 

„Geraubt. Zerstört. Verstreut. Zur Geschichte von jüdischen Dingen in Frankfurt“ bildet einen Kontrapunkt zur Ausstellung „Geerbt. Gekauft. Geraubt? Alltagsdinge und ihre NS-Vergangenheit“ im Historischen Museum Frankfurt. Die Historikerin Sabine Kößling führt durch die Präsentation im Museum Judengasse und erläutert die Provenienzgeschichte jüdischer Zeremonialobjekte. Eine weitere Führung ist für Sonntag, 17. Juni 2018, ebenfalls um 14 Uhr geplant.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um Anmeldung wird gebeten per E-Mail an: info(at)juedischesmuseum.de.

Teilnahmegebühr: frei

 

„Geraubt. Zerstört. Verstreut. Zur Geschichte von jüdischen Dingen in Frankfurt“ bildet einen Kontrapunkt zur Ausstellung „Geerbt. Gekauft. Geraubt? Alltagsdinge und ihre NS-Vergangenheit“ im Historischen Museum Frankfurt. Die Historikerin Sabine Kößling führt durch die Präsentation im Museum Judengasse und erläutert die Provenienzgeschichte jüdischer Zeremonialobjekte. Eine weitere Führung ist für Sonntag, 17. Juni 2018, ebenfalls um 14 Uhr geplant.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um Anmeldung wird gebeten per E-Mail an: info(at)juedischesmuseum.de.

Teilnahmegebühr: frei

 

Sie möchten gerne eine exklusive Führung durch das Museum Judengasse oder über den alten jüdischen Friedhof erhalten?

Dann melden Sie sich bitte in unserem Pädagogischen Zentrum unter Tel. 069–212 74237 oder per E-Mail: pz-ffm(at)stadt-frankfurt.de

Kosten: Führung Gruppen (Pauschal zuzüglich Eintritt): 50 Euro
Kosten: Führung Schüler (Pro Person inkl. Eintritt): 3 Euro

Bitte melden Sie sich mindestens zwei Wochen vor dem geplanten Termin. 

Die Präsentation „Geraubt. Zerstört. Verstreut.“ gibt den bisherigen Stand der Provenienzforschung am Jüdischen Museum Frankfurt wieder. Sie konzentriert sich auf einige Zeremonialobjekte, die über den Kunsthandel, aus Privatbesitz oder aus Sammlungen anderer Museen ins Museum Judengasse gelangt sind. Sie geht dem Weg von Gegenständen nach, die sich einst in der 1938 zerstörten Börneplatz-Synagoge befanden und fragt auch nach der Provenienz von Exponaten, deren Herkunft bislang nicht eindeutig geklärt werden konnte. Dazu zählen Fragmente hebräischer Schriften, die im Zusammenhang mit frühneuzeitlichen Pogromen geraubt und von christlichen Buchbindern weiterverwendet wurden.

Schon in seiner ersten Wechselausstellung „Was übrig blieb“ im Jahr 1988 thematisierte das Jüdische Museum Frankfurt Herkunft und Verbleib von Zeremonialobjekten und Kunstwerken aus der Sammlung des Museums Jüdischer Altertümer, das 1922 in Frankfurt eröffnete. Seither ruft das Haus immer wieder dessen Geschichte in Erinnerung. Dieses erste Jüdische Museum in Frankfurt, der ideelle Vorgänger des heutigen Museums, wurde in der Reichspogromnacht 1938 vandalisiert, seine Sammlung in Teilen beschlagnahmt, in Teilen zerstört.

Zur Geschichte des Museums Jüdischer Altertümer

Das Museum Jüdischer Altertümer, das 1922 als eines der ersten Museen seiner Art im Deutschen Reich unter der Hoheit der Jüdischen Gemeinde Frankfurt entstand, ging aus der „Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler“ hervor, die der Frankfurter Mäzen Charles Hallgarten 1897 gegründet hatte. In der Reichspogromnacht 1938 wurde das Museum geplündert und ein Großteil der Sammlung zerstört; knapp 1.000 Objekte wurden dem Historischen Museum Frankfurt übereignet, einige kamen in den örtlichen Kunsthandel, andere wurden eingeschmolzen.

Nach Kriegsende wurde die Commission on Jewish Cultural Reconstruction (JCR) gegründet, die stellvertretend für die ermordeten Juden Europas nach erbenlosem jüdischem Kulturgut suchte. Die von Nationalsozialisten, Helfershelfern und deutschen Bürgern geraubten, noch in Deutschland verbliebenen Kulturschätze, Bilder, Bücher und Zeremonialobjekte aus jüdischem Vorkriegsbesitz wurden im Rothschild-Palais und im Offenbacher Archival Depot (OAD) gesammelt. Die JCR leitete diese materiellen Kulturgüter an jüdische Organisationen hauptsächlich in die USA und nach Israel weiter. Einige Objekte wurden zur Erinnerung an die blühenden jüdischen Vorkriegsgemeinden auch an deutschsprachige Museen übergeben. Nur ein geringfügiger Teil der zeremoniellen Gegenstände verblieb bei der neu gegründeten Frankfurter Jüdischen Gemeinde.

Die Judaica-Sammlung des Jüdischen Museums Frankfurt umfasst rund 70 Objekte aus dem Besitz von Sigmund Nauheim, die der Sammler dem Museum Jüdischer Altertümer vermacht hatte und die nach Kriegsende nicht von der JCR eingesammelt wurden. Hinzu kommen 40 Objekte aus dem Historischen Museum Frankfurt, die 1987 per Magistratsbeschluss dem Jüdischen Museum übereignet wurden. Es handelt sich um zeremonielle Gegenstände, die das Historische Museum gegen Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1920er-Jahre hinein von Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde geschenkt bekommen oder durch Kauf erworben hatte, sowie einige wenige Objekte, die in den 1950er und 1960er erstanden wurden. Mit diesem Grundstock gelang es dem Jüdischen Museum, eine der bis heute herausragenden Sammlungen jüdischer Zeremonialobjekte in Europa aufzubauen.

 

Ein prächtiger Gewürzturm und ein Beschneidungsmesser in der Dauerausstellung im Museum Judengasse sind eng mit der Familiengeschichte von Anna Seghers verbunden. Sie wurde 1900 als Netty Reiling in eine Familie von Antiquitätenhändlern in Mainz geboren. Michael Lenarz, stellvertretender Direktor des Jüdischen Museums, zeichnet den Weg der Objekte in die Sammlung des Jüdischen Museums nach. Dabei beleuchtet er die Familiengeschichte von Anna Seghers mit besonderem Blick auf die Beziehungen nach Frankfurt.

Anschließend führt Kuratorin Sabine Kößling durch das Museum Judengasse. Sie stellt Objekte vor, die die Verbundenheit der Frankfurter Juden mit ihrer Stadt erkennen lassen. Sie erzählt von jüdischen Antiquitätenhändlern, vom nationalsozialistischen Kunstraub und von den Schwierigkeiten beim Ankauf von Objekten aus dem Kunsthandel in der Nachkriegszeit.

In Kooperation mit der Anna-Seghers-Gesellschaft Berlin und Mainz e.V. im Rahmen von "Frankfurt liest ein Buch"

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt: 2,50 Euro

 

Andreas Schmitges ist Spezialist für jiddische Volkstänze aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Als „Tantsmayster“ unterrichtet er Yiddish Traditional Dance und bringt den Besucherinnen und Besuchern jiddische Musik, Bewegung, Sprache und Gesang gleichermaßen nahe. Dabei sorgen das Duo Khupe mit Christian Dawid an der Klarinette und Sanne Möricke am Akkordeon für den nötigen Schwung.

Für Majer Szanckower, den Verwalter der jüdischen Friedhöfe in Frankfurt am Main, ist das Jiddische Mutter- und Vatersprache zugleich. Beim Programmpunkt „Jiddisch in 15 Minuten“ wird er die Besucherinnen und Besucher mit großem Vergnügen in die Feinheiten der jiddischen Sprache einführen – garantiert ohne Verständigungsprobleme. Begleitet wird die Nacht der Museen von einem Führungsmarathon durch die Dauerausstellung. Für feines Catering sorgt das Team von Morcolade.

Nacht der Museen-Ticket: 14 Euro, ermäßigt 9 Euro, Familien 29 Euro

 

Frankfurt entwickelte sich ab dem Ende des 19. Jahrhunderts zu einem Ausbildungsort für Juden aus dem Umland. Besonders junge Frauen zogen in die Stadt am Main, so auch Toni Spangenthal, später verheiratete Berg, aus Spangenberg. Bereits 1893 gründete die Jüdische Gemeinde den Verein für jüdische Krankenpflegerinnen; 1914 wurde das neue Schwesternhaus in der Bornheimer Landwehr 85 im Ostend eröffnet. Die Einrichtung verstand sich als Teil der jüdischen Frauenbewegung und trat für die Berufstätigkeit von Frauen ein, allerdings eher im sozialen Bereich.

Silvia Berg, Ein Hod (Israel), spricht mit Prof. em. Dr. Eva-Maria Ulmer, Projektleiterin Jüdische Pflegegeschichte, über ihre Mutter Toni, deren Arbeit als Krankenschwester und die Flucht aus Frankfurt in der NS-Zeit.

In Kooperation mit dem Forschungsprojekt „Jüdische Pflegegeschichte/Jewish Nursing History“ an der Frankfurter University of Applied Sciences und dem Besuchsprogramm der Stadt Frankfurt

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt: 2,50 Euro

 

In den Fundamenten von fünf Häusern der Judengasse bringen Mitglieder des Ensemble Modern zum zweiten Mal musikalische Werke von Komponisten zum Klingen, die während des nationalsozialistischen Regimes verfolgt und ermordet wurden. In diesem Jahr stehen ein Streichquartett von Pavel Haas, ein Duo für Violine und Viola von Gideon Klein und die Passacaglia und Fuge für Streichtrio von Hans Krása auf dem Programm. Die Musik entstand im Konzentrationslager Theresienstadt, wo es mehrere Chöre und Orchester gab, Jazz und Swing im Caféhaus dargeboten und auch ein „Studio für Neue Musik“ eingerichtet wurde. Alle drei Komponisten wurden von dort nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Thomas Rietschel, ehemaliger Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, moderiert das Konzert.

Eine Veranstaltung der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums e.V., unterstützt von der ovag Energie AG und der Holger Koppe-Stiftung

Um Anmeldung wird gebeten bis 08. Mai 2018 per E-Mail an: christine.wern@stadt-frankfurt.de. Eintritt: frei

 

Jack Bilbo, eigentlich Hugo Cyrill Kulp Baruch, kam 1907 am Berliner Kurfürstendamm zur Welt. Obwohl er einer großbürgerlichen Familie entstammte – sein Großvater hatte eine der bedeutendsten Theaterausstattungsfirmen gegründet –, nahm sein Leben einen unkonventionellen Verlauf. Durch Kriege und Verfolgung von einem Land ins andere geworfen, schlug sich Jack Bilbo mit wechselnden Identitäten und fiktiven Rollen durch die dunklen Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts. Berühmt aber ist er geworden als gefeierter Schriftsteller, provokativer Maler, Galerist und legendärer Kneipier. In seinem Roman verfolgt Ludwig Lugmeier Bilbos Spuren und die Verwandlungen des Berliner Juden, der 1967 starb und Kurt Schwitters, Max Schmeling und Henry Miller zu seinen Freunden zählen durfte.

Ludwig Lugmeier lebt als freier Autor in Berlin. Mit dem ARD-Runfunk-Journalisten Jochanan Shelliem spricht er über seinen neuen Roman „Die Leben des Käpt’n Bilbo“ und sein eigenes abenteuerliches Leben, zu dem etwa der größte Bankraub der deutschen Nachkriegsgeschichte zählt.

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt: 2,50 Euro

 

„Von europ. Wald keine Rede, die Bäume vorm Haus und auch wenn man mit Einholekorb umherwandelt in Talbiyeh und Rehavia (das ist das ‚vierte Reich‘, sozusagen, wo die deutschen Emigranten sich zu Israelis wandelten), ist es beinahe Dahlemisch“, schreibt Mascha Kaléko aus Jerusalem. Anfang der 1920-er Jahre als Gartenstadt angelegt, wurde Rechavia vor allem ab 1933 zum Zentrum der deutschen Juden. Else Lasker-Schüler lebte hier, Gershom Scholem – und neben bekannten Namen existierte ein lebhafter deutsch-jüdischer Mikrokosmos. Idyllisch gelegen, doch mit einem schwierigen Alltag. Rechavia lag im Fadenkreuz der lange geteilten Stadt, Gegenwart und Vergangenheit der Shoah lasteten auf seinen Bewohnern. Zugleich aber war dies der Ort deutsch-israelischer Annäherung. Dr. Thomas Sparr zeichnet in seinem Buch ein so anschauliches wie bewegendes Bild eines Viertels und der Menschen, die hier lebten.

Thomas Sparr leitete bis 1998 den Jüdischen Verlag und arbeitet heute als Editor-at-Large für den Suhrkamp Verlag. Er unterhält sich mit hr2-Moderatorin Dr. Ruth Fühner.

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt: 2,50 Euro

 

Die Kurzfilmnacht im Museum Judengasse präsentiert Produktionen von Studierenden der Filmschule des Sapir College nahe Sderot. Inwiefern spiegeln die Filme den bewegten israelischen Alltag? Welche Facetten der israelischen Gesellschaft werden thematisiert, welche verschwiegen? Antworten auf diese und weitere Fragen geben Ricardo Werdesheim, Leiter des Animations-Lehrgangs an der Schule für Audiovisuelle Medien des Sapir College, und Dr. Ruthie Eitan, Head of International Affairs des Sapir College, im Gespräch mit Kathrin Schön, Jüdisches Museum Frankfurt.

In Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, dem Medienzentrum Frankfurt, dem Filmhaus Frankfurt und dem Sapir College, Israel

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um Anmeldung wird gebeten bis 25. Mai 2018 per E-Mail an: info(at)juedischesmuseum.de.

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt: 6 Euro

 

Wohlriechende Düfte, besondere Melodien und leckere Challot! Zum Schabbat gehören besondere Traditionen, feine Leckereien und einzigartige Gegenstände. Nach der Führung durch die Ausstellung gestalten Familien mit Kindern ihre eigenen Schabbatkerzen und Besamimduftsäckchen.

Das Satourday-Programm richtet sich an Familien mit Kindern ab 6 Jahren. Eintritt, Teilnahme und Material für den Workshop sind frei.

 

Kennst du das hebräische Alphabet? Oder wusstest du, dass jeder Buchstabe auch einen Zahlenwert hat? Bei unserem Workshop lernst du das Wichtigste über die hebräische Sprache und gehst mit uns im Museum auf die Suche nach mysteriösen Buchstaben. Am Ende wirst du locker deinen Namen auf Hebräisch schreiben können und ein selbstgestaltetes Türschild verzieren.

Kosten inkl. Material: 6 €. Anmeldung per Email unter kinder.jmf[at]stadt-frankfurt.de. Für erwachsene Begleiter*innen bieten wir parallel eine Führung durch das Museum Judengasse an.

 

Was passiert, wenn Narren aus Istanbul auf Narren aus dem ostpolnischen Chelm treffen? Unter dem Titel „Hacivat und Karagöz treffen sich mit Zippe in deinem Stadtteil“ führen Kinder und Jugendliche aus der AWO-Kita im Alfred-Marchand-Haus Preungesheim ein Schattenspiel aus türkischer Tradition auf, das sie zuvor in einem einwöchigen Workshop gemeinsam entwickelt haben.

Das Schattenspiel führt die drei abrahamitischen Religionen in der Einwanderungsgesellschaft zusammen. Die traditionellen Protagonisten des türkischen Schattenspiels – Karagöz, der Einfältige, und Hacivat, der Freche und Kluge – begegnen Zippe, einem jüdischen Narren aus Chelm, wo es laut dem Schriftsteller Isaac Bashevis Singer so viele glückliche Narren wie in keiner Stadt sonst gibt. Um 16.30 Uhr besteht die Gelegenheit, an einer Familienführung durch die neue Dauerausstellung teilzunehmen.

Eintritt: frei

 

An diesem Nachmittag singen wir gemeinsam mit der Musikerin Diana Matut alte und neue jiddische Kinderlieder aus aller Welt und wollen auch ein wenig tanzen! Entdeckt mit uns, was jüdische Kinder in der Judengasse gesungen haben. Kinder, Erwachsene, Großeltern und alle, die dazu Lust haben, sind willkommen und können mitmachen.

Kosten inkl. Material: 6 €. Anmeldung per Email unter kinder.jmf(at)stadt-frankfurt.de. Für erwachsene Begleiter*innen bieten wir parallel eine Führung durch das Museum Judengasse an.

 

Jakob Nussbaum war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der bedeutendste jüdische Künstler in Frankfurt. In seinen Bildern hielt er über drei Jahrzehnte Impressionen der Stadt, aber auch Motive des Frankfurter Umlands fest. Seine Landschaftsgemälde spiegeln die Faszination für die Weite der Natur. Auch in seinen Reisebildern aus Teneriffa und Palästina hält er seine Natur- und Landschaftseindrücke fest.

Dr. Eva Atlan führt durch die Wechselausstellung „Jakob Nussbaum – Frankfurter Impressionist“ im Freilichtmuseum Hessenpark und bringt Familien den Frankfurter Künstler näher. Im Anschluss daran begeben sich große und kleine Künstler auf die Spuren Nussbaums und werden unter freiem Himmel kreativ. Mit Skizzenblock und Farben ausgestattet lernen die Teilnehmer im Zeichenworkshop das Abc der Freilichtmalerei kennen.

In Kooperation mit dem Freilichtmuseum Hessenpark

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung erforderlich bis 15. Juni 2018 per E-Mail an: kinder.jmf(at)stadt-frankfurt.de. Teilnahmegebühr inkl. Museumseintritt: 13 Euro, Kinder: 4 Euro

 

Sommerferien, Sommerlaune! Bei heißen Temperaturen behalten unsere kleinen Besucher im Museum Judengasse einen kühlen Kopf. Beim Rätselraten, Häuserbauen und Zeichnen sind Kreativität und Geschicklichkeit gefragt. Errätst du die Namen der Hauszeichen in der Judengasse oder schaffst du es, das Geheimnis der verborgenen Objekte zu lösen? Ein Nachmittag voller lustiger Spiele und Abenteuer.

Kosten inkl. Material: 6 €. Anmeldung per Email unter kinder.jmf(at)stadt-frankfurt.de. Für erwachsene Begleiter*innen bieten wir parallel eine Führung durch das Museum Judengasse an.

 

Sie möchten Ihren Kindergeburtstag im Museum Judengasse feiern?

Wir bieten Ihnen ein besonderes Programm an.

Bitte melden Sie sich bei Manfred Levy, Tel. 069/212-70726 oder 069/ 212-74237 sowie per E-Mail kinder.jmf(at)stadt-frankfurt.de 

Kontakt

JÜDISCHES MUSEUM FRANKFURT

Telefon: +49 (0)69 212 35000
Fax: +49 (0)69 212 30705    

info[at]juedischesmuseum.de
www.juedisches museum.de

DR. MIRJAM WENZEL
Direktorin des Jüdischen Museums
Telefon: +49 (0)69 212 38805

FRITZ BACKHAUS
Stellvertretender Direktor,
Ausstellungen, Veranstaltungen
Telefon: +49 (0)69 212 38804
fritz.backhaus(at)stadt-frankfurt.de

MICHAEL LENARZ
Stellvertretender Direktor,
Abteilung Dokumentation
Telefon: +49 (0)69 212 38546
michael.lenarz(at)stadt-frankfurt.de

DANIELA UNGER 
Büro der Direktion / Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)69 212 38805 
daniela.unger(at)stadt-frankfurt.de

CHRISTINE WERN
Geschäftsstelle der Gesellschaft der
Freunde und Förderer des Jüdischen
Museums e.V.
Telefon: +49 (0)69 212 34856
wern(at)juedischesmuseum.de
christine.wern(at)stadt-frankfurt.de

Presse

Presseinformation und Bildmaterial
zur Eröffnung des Museums
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Blick ins Museum Judengasse. Foto: Norbert Miguletz. CC-BY
Blick ins Museum Judengasse. Foto: Norbert Miguletz. CC-BY



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